Wenn sich Widetta Tomaszewicz und Diana Dittmann in Riedlingen auf ihrer Terrasse niederlassen, dauert es nicht lange und sie bekommen Schwanen-Besuch.
Und das schon seit vielen Jahren. Pünktlich holt sich Pillusha, so haben ihn die beiden Frauen genannt, Frühstück, Mittagessen und Abendessen ab. Und dabei ist der große weiße Vogel selten allein: Meist bringe er seine Partnerin und die Jungen mit.
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Freundschaft zwischen Tier und Mensch
Die beiden Frauen wohnen im Zollhauser Tal, in der Nähe des Weihers. Vor etwa sechs oder sieben Jahren habe die Freundschaft zwischen Tier und Mensch begonnen, erzählt die Riedlingerin.
Der Schwan sei schon als Jungtier mit seinen Eltern zum Haus gekommen — jetzt mache er dasselbe mit seiner eigenen Familie. @schwäbischen Zeitung
Das Männchen komme meistens morgens, wenig später folge seine Frau, namens Ballbinka, mit den Jungen. Wenn draußen niemand zu sehen ist, klopfen die Tiere mit dem Schnabel an das Fenster oder gegen das Geländer, um Nahrung einzufordern.
„Die haben uns ganz schön im Griff“, so die Schwanenliebhaberin. Bereits beim Einkauf denke man daran, Brot vom Vortag zu besorgen.
Während andere Menschen Hunde oder Katzen als Haustiere haben, sind die beiden Frauen eben „auf den Schwan gekommen“. Und die Tiere sind auf die beiden Frauen fixiert.
Versucht jemand anders sie zu füttern, erntet das Gegenüber ein Fauchen. Trotz aller Freundschaft bleiben es Wildtiere.
„Sie kommen und gehen wie sie Lust haben“, sagt die Schwanenexpertin. Manchmal verlassen sie auch den Weiher und fliegen zur Donau.
Wenn Widetta Tomaszewicz und ihre Partnerin Diana Dittmann dann dort vorbeigehen, erkennen sie, welches „ihre“ Schwäne sind.