BAföG wird erhöht und ausgeweitet
Stand: 23.06.2022 14:05 Uhr
Mehr Geld für mehr Studierende: Die monatlichen BAföG-Sätze werden erhöht, zudem werden verschiedene Freibeträge angehoben. Studentenverbänden geht das jedoch nicht weit genug: Die Erhöhung werde "von der Inflation aufgefressen".
Der Bundestag hat eine Anhebung der BAföG-Sätze und eine Erweiterung des Berechtigtenkreises beschlossen. Die monatlichen Bedarfssätze steigen um 5,75 Prozent, auch die Beträge für Wohnkosten und Kinderbetreuung werden erhöht. Studierendenvertreter und der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisierten die Maßnahmen als nicht ausreichend.
Der sogenannte Grundbedarfsatz des BAföG steigt zum kommenden Wintersemester auf 452 Euro im Monat. Der Wohnkostenzuschlag für Studierende, die nicht im Elternhaus wohnen, erhöht sich um elf Prozent von 325 Euro auf 360 Euro. Der Förderungshöchstsatz inklusive Wohnkostenzuschlag steigt damit von 861 Euro auf 934 Euro - eine Steigerung von mehr als acht Prozent.
Das Ministerium verwies zudem darauf, dass alle BAföG-Geförderten, die auswärts wohnen, die Einmalzahlung für einen Heizkostenzuschuss in Höhe von 230 Euro erhalten. Den Angaben zufolge leben rund drei Viertel der Geförderten außerhalb des Elternhauses. Der Kinderbetreuungszuschlag steigt von 150 Euro auf 160 Euro.
Studierende der Wirtschaftswissenschaften sitzen in einer Vorlesung an der Universität Leipzig | Jan Woitas/dpa