Mann und Frau
Als Gott schuf den Mann und die Frau,
war er ganz sicher völlig blau,
er besann sich, Dank seiner Kräfte,
schuf noch Bier und Schuhgeschäfte.
Das dümmste Tier, hier auf Erden,
sollt´ für ihn der Affe werden,
aber das ging voll daneben,
es begann, der Mann zu leben.
Und deshalb bekam jede Frau,
acht Zoll über´m Nabel genau,
auch für des Mannes Gelüste,
zwei wundervoll pralle Brüste.
Gott vergab dann auch die Sprache,
doch das war ´ne heikle Sache,
wenn er sagt: „Du bist lieb und nett.“
hätt´ er sie lieber gleich im Bett.
Trägt sie ein wunderschönes Kleid,
ist er für´s Kompliment bereit,
sagt er: „Das Kleid hat keinen Reiz.“
schreit sie: „Zum Vorschein kommt dein Geiz!“
So geht es ständig hin und her,
ich sag hier lieber gar nichts mehr,
denn ganz egal wer wen verehrt,
einer sieht´s garantiert verkehrt.
Sicher kann´s auch der Herrgott nicht fassen,
und denkt: „Hätt´ich mir bei Mann und Frau
damals doch nur - mehr Zeit gelassen.“
© Horst Rehmann