Phantomtor bleibt gültig"Kein Tor darf nicht zum Tor werden"
in Fußball
29.10.2013 06:08
von
Uschi
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Phantomtor bleibt gültig"Kein Tor darf nicht zum Tor werden"
Seit zehn Tagen debattieren Fußballspieler und ihre Fans über das Phantomtor von Stefan Kießling. Nun hat das DFB-Sportgericht eine Entscheidung gefällt: Bayer Leverkusen schlägt TSG Hoffenheim offiziell 2:1. Die Presse debattiert über das Urteil und seine möglichen Konsequenzen für die Bundesliga.
Zitat"Das Urteil ist gesprochen, das Fußballspiel zwischen der TSG Hoffenheim und Bayer 04 Leverkusen wird nicht wiederholt.", stellt die Eisenacher Presse aus Weimar fest. "Wahrscheinlich ist, dass dieser 'Netzeinlocher' der Torlinientechnologie einen kräftigen Schub verleihen wird." Das sei in der heutigen Zeit mit ihren technischen Möglichkeiten eine logische Schlussfolgerung, schreibt die Zeitung. "Auch wenn jetzt die Fußball-Traditionalisten auf die Barrikaden gehen."
Die Welt hat entschieden: "Die Entscheidung des Sportgerichts ist richtig." Stefan Kießlings 0:2 in Hoffenheim war zweifellos kein Tor, der Ball ging von außen durchs Netz. Aber es gelte die Entscheidung des Schiedsrichters, schreibt das Blatt. "Streng betrachtet werden Tore nicht zu Toren, indem sie geschossen werden, sondern indem Schiedsrichter auf den Anstoßpunkt zeigen. Dabei gehören Fehler zum System; dies ist nicht von den unmittelbaren Akteuren außer Kraft zu setzen." Der Welt zufolge spricht wenig gegen Torkameras oder Ballchips, die beim Übertreten der Torlinie fröhlich "Drin!" senden. Videobeweise führen allerdings vom Platz und vom Menschen weg. "Der Spaß am Fußball liegt aber eben in seiner Begrenzung und Unmittelbarkeit. Mit herzzerreißender Ungerechtigkeit leben sowieso alle: Spieler, Schiedsrichter, Fans. Und sie leben gut damit."