Es ist schon eine Weile her...
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Wir haben es fast vergessen, was vor der Einheit gewesen. Haben zu oft stumm gesessen und im Kaffeesatz gelesen.
Das Grauen der grauen Fassaden, der Einheitsbrei der Partei – die billigen Scharaden – nach Freiheit gellte der Schrei.
Wir haben die Freiheit bekommen und die D – Mark und die Einheit dazu. Trotzdem scheint dass alles verschwommen. Wann machte die Hoffnung denn zu?
Wir haben doch blühende Länder und die Zukunft in unserer Hand. Vielleicht sind wir manchmal Verschwender und verliebt in vergänglichen Tand.
Doch was hilft es nach hinten zu sehen und das Grau von einst schön zu reden. Wir sollten nach vorne gehen, dann gibt es Hoffnung für jeden.
Wir haben so viel überwunden. Es ist zwanzig Jahre nun her. Ob wir die Einheit gefunden, das weiß ich einfach nicht mehr.
Zurückhaltung ist eine Tugend, so wurde ich einstens gelehrt. Was Einheit ist, weiß die Jugend, die sich um vergang`nes nicht schert.
Die damals noch nicht gewesen, sie tragen die Zukunft ins Land. Sie werden die Hoffnung auflesen, die mancher von uns nicht mehr fand.
Wenn wir nach Gestern fragen und im Heute Zufriedenheit leben, werden wir ohne Klagen auch ein gutes Morgen erleben.
Tja, was hat sich geändert? Vor allem, was hat sich zum guten geändert?
Gert