Ravensburg sz „Das Ravensburger Rutenfest ist eröffnet“: Für keinen Satz im Jahreslauf erntet Oberbürgermeister Daniel Rapp derart viel Applaus wie für diesen. So auch am Freitag um 18 Uhr, als der OB vor dem Lederhaus, im Herzen der Stadt, den Startschuss gab für fünf Tage Ausnahmezustand in Ravensburg.
Ein ganzes Jahr lang warten die Ravensburger auf das Rutenfest wie die Kinder auf Weihnachten, und ist diese Zeit endlich wieder gekommen, dann drehen alle durch. Zurecht. Das größte Klassentreffen Deutschlands sei das Ravensburger Heimatfest, insbesondere in einem Jahr wie diesem, im Altschützenjahr, so der OB.
Bei brütender Hitze dankte Rapp nicht nur der Rutenfestkommission mit ihrem Vorsitzenden als Organisatorin des Fests, sondern grüßte vor allem die Schülerinnen und Schüler, schließlich sei das ihr Fest, ein Heimatfest der Jugend.
Die älteste der Ravensburger Trommlergruppen, die Rutentrommler, die auf eine Tradition von mehr als 185 Jahren zurückblicken, eröffneten dann das Antrommeln auf dem Marienplatz. Schon zuvor waren die Besucher in Jubel ausgebrochen, als der erste Böllerschuss vom Mehlsack erlösend die Tatsache unterstrich: Es ist endlich wieder soweit.